Mittwoch, 23. Oktober 2013

KÜCHENSCHLACHT, MITTWOCHS-MENÜ ein Hauptgericht

Taste heute mal mit Schürzchen. "Das ist prima. Da hat der Johann was, wo er ein Thema draus machen kann" ...und schon wickelte mir der nette Typ vom Ton das Kabel um die Hüften.
Vor dieser Aufzeichnung blieb nicht mal Zeit aufgeregt zu sein. So richtig vorbereitet wie auf die anderen Gerichte war ich nicht. Wer rechnet schon damit, tatsächlich weiter zu kommen ? :-)
 

Zum Glück ist diese Hauptspeise das Lieblingsgericht von Mr. Taste und kam zu Hause schon immer recht oft vor. Mit Ouzo kann man ihn immer kriegen. Herrn Lafer übrigens auch, aber guckt selber *KLICK*
Hier nochmal ein großer Dank an die liebe Schwiegermutter, die mich mit ihrem Rezept heute, in dem ursprünglich eine Lammhaxe in der leckeren Soße badet, eine Runde weiter buxiert hat.


Der Küchenschlachtneuling, Juror Björn Freitag, brauchte bei der Verkostung meines Gerichts allerdings etwas Hilfe. Er fand das Gefäß mit der Soße einfach nicht..... Falls dem lieben Fernseh-Gucker verzweifelte Zischlaute aus der Küchenzeile auffallen sollten, dann waren es diese hier: "Er find´s ned, er find´s ned" füsterte ich immer wieder in Johanns Richtung. Zum Glück durfte der wenigstens nach dem Anrichten noch an den Jurorentisch und alles richtig stellen - und endlich hats ihm auch g´schmeckt...


Heute war das erste mal ein wenig Zeit, nach Ende der Aufzeichnung noch kurz im Studio zu bleiben. Das hat viel Spaß gemacht, dem hungrigen Publikum Rede und Antwort zu stehen. "Was war noch mal der Grund für das Quetschen der Kartoffeln ? Warum wird mit Anis gewürzt ?"  Und von ganz hinten: "Von IIIIIHNEN hätt ich gerne ein Stück Fleisch probiert..... Kein Löffel da ? Macht nix, geben sie es mir mit der Hand."


 
Eigentlich konnte jetzt nicht mehr viel schief gehen. Bis Donnerstag mitkochen zu dürfen, ist doch eh schon super - wenn ich morgen rausfliege macht das nix. Ich freute mich schon auf morgen - dafür hatte ich ein eher kritisches Gericht geplant, das in der Zusammenstellung etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mal sehen, was der Juror sagt.... Nun wird die Hamburger Gastronomie erobert und - zusammen mit Bruno und seiner Frau - auf den nächsten Tag angestoßen...
 
 
 

Hauptgericht: „Schweinefilet Mykonos mit Trauben, Fetakäse, Ouzo und Röstkartoffeln“ von Andrea Burkhardt


 


Zutaten für zwei Personen

  • 400 g                     Schweinefilet
  • 8 Scheiben             Speck
  • 400 g                     sehr kleine Drillings-Kartoffeln
  • 200 g                     Fetakäse
  • 200 g                     blaue Trauben, kernlos
  • 1 Zweig                  Thymian
  • 1 Zweig                  Rosmarin
  • ¼ l                          trockener Weißwein
  • ¼ l                          Rinderfond
  • 50 ml                     Ouzo
  • 2 EL                       Olivenöl
  • 1 EL                       Speisestärke
  •                                grobes Meersalz
  •                                Salz aus der Mühle
  •        schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Zubereitung

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
Die Kartoffeln waschen und ungeschält für 20 Minuten in gesalzenem Wasser kochen lassen.
Das Schweinefilet waschen, trocken tupfen und in vier gleich große Stücke schneiden.
Den Thymian und Rosmarin zupfen. Das Filet mit Salz, Pfeffer und jeweils einem Esslöffel der Kräuter einreiben.
Den Fetakäse würfeln und die Trauben halbieren. Anschließend zwei Esslöffel des Fetakäses und der Trauben fein hacken. In die Mitte des Filets eine Tasche schneiden und mit dem fein gehackten Fetakäse und Trauben füllen. Jedes gefüllte Filet über Kreuz in zwei Scheiben des Specks wickeln und mit Zahnstochern befestigen.
In einer Pfanne einen Esslöffel Olivenöl erhitzen und das Filet darin von allen Seiten anbraten. Anschließend das Filet für 15 Minuten im Backofen garen lassen. Während der Garzeit das Filet immer wieder mit dem Weißwein und dem Fond ablöschen.
Die garen Kartoffeln aus dem Wasser nehmen und im noch heißen Zustand mit einem Messerrücken etwas flach drücken. In einer Pfanne einen Esslöffel Olivenöl erhitzen und die Kartoffeln von beiden Seiten kurz darin anbraten.
Das Fleisch aus dem Backofen nehmen, aus der Sauceheben und in Alufolie wickeln und warm stellen. Die Sauce in einem Topf einkochen lassen und mit der Speisestärke binden. Den restlichen Fetakäse und Trauben in die Sauce geben und fünf Minuten köcheln lassen.
Jeweils einen Esslöffel Rosmarin und Thymian über die Kartoffeln geben und den Ouzo in die Sauce geben.
Anschließend das Filet zusammen mit den Kartoffeln auf Teller anrichten und mit der Sauce garnieren und servieren. 

 

Dienstag, 22. Oktober 2013

KÜCHENSCHLACHT, DIENSTAGS-MENÜ eine Vorspeise

Auch diese Nacht war um 3:00 vorbei. Nächtliches Gedankenkochen scheint zu meinem Hobby zu werden......
Aber Essen geht immer. Das Frühstück in unserem Hotel war sehr lecker. Überhaupt ein ziemlich cooles Hotel. KLICK 
 
 
In der hübschen pinkfarbenen Lobby trafen sich dann die Kandidaten vor der Fahrt ins Studio.

 
Heute war die Aufregung lange nicht mehr so groß. Man wußte ja schon einiges vom Ablauf.
Zum Beispiel, dass, egal wie verquollen man aussieh, die Mädels von der Maske alles wieder hinbiegen würden. Mr. Taste meinte allerdings, heute würde ich ihn sehr an jemanden von der Onedin-Line erinnern - ich dagegen fand die Löckchen hübsch...


Ach so, ja - gekocht wurde auch. Heute gings mir recht leicht von der Hand. Schon während der Sendung bekam ich durchaus positives Lafer-Feedback. Ich musste sogar aufpassen, dass er mir meinen Wirsing nicht aufaß und noch genug für Juror Alexander Herrmann übrig blieb.
Von dem, was die Kollegen kochen, kriegt man tatsächlich nix mit. Man ist sehr mit seinem eigenen Kochablauf beschäftigt. Dass der arme Bruno neben mir so ins Trudeln geriet, blieb mir allerdings nicht verborgen. Bruno, hier an dieser Stelle möchte ich Dir nur eins sagen: Ich hab das Käsekörbchen nach Deinem Rezept ausprobiert. Es hat funktioniert ! Es lag definitiv am Hamburger Käse.....

 
Mit der heutigen Juroren-Kritik war ich übrigens äußerst zufrieden. Aber seht selbst.... *KLICK*
 
 
Nach der Bewertung nahm sich der Juror richtig viel Zeit, mit uns zu reden. Er besprach mit jedem einzelnen von uns sein Gericht, sparte auch nicht mit konstruktiver Kritik.


Muß ich erwähnen, dass Alexander Herrmann neuerdings mein absoluter Lieblingskoch ist ?

Und schon hieß es "Schnell, schnell - ab in die Maske. Die Nächste Aufzeichnung muß vorbereitet werden...."
Nicht gesendet wurde, wie Johann und Alexander sich nachher um die Weißwurstradel gestritten haben. Deshalb ist auf dem offiziellen Pressefoto nur noch ein einziges zu sehen, neben einem Wirsingverhau...

 
 

Vorspeise: „Panierte Weißwurstscheiben mit Maroni-Speck-Wirsing“ von Andrea Burkhardt
Zutaten für zwei Personen
  • 2                             frische Weißwürste
  • 100 g                     Pancetta
  • 100 g                     gekochte Maronen (vakuumverpackt)  
  • 500 g                     Wirsing
  • 1                             Knoblauchzehe
  • 1 Zweig                   Thymian
  • 2                             Eier
  • 2 EL                       Semmelbrösel
  • 3 EL                       süßer Senf
  • 250 ml                   trockener Sherry
  • 100ml                    Sahne
  •                                Sonnenblumenöl, zum Anbraten
  •                                Olivenöl
  •                                Salz und Pfeffer aus der Mühle
 
Zubereitung
Einen Topf mit Wasser aufsetzen und kochen lassen. Den Wirsing in gut zwei Zentimeter große Stücke schneiden und im kochenden Wasser eine Minute blanchieren lassen. Anschließend den Wirsing in kaltem Wasser abschrecken.
In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Den Pancetta würfeln und im heißen Öl anbraten. Den Knoblauch abziehen und klein hacken. Anschließend den Knoblauch zusammen mit den Maronen in die Pfanne zu dem Pancetta geben. Nach etwa vier Minuten mit 15cl Sherry ablöschen. Anschließend den Wirsing hinzufügen und den Thymian hineinzupfen. Nun alles zusammen für gut 25 Minuten kochen lassen.
Den süßen Senf zusammen mit 100 Millilitern Sherry in einem kleinen Topf langsam aufkochen lassen und die Sahne hinzugeben. Die Sauce anschließend nochmal aufkochen lassen, gut umrühren und warm halten.
 
Die Weißwürste häuten und in einen halben Zentimeter große Scheiben schneiden. Die Eier aufschlagen und Trennen. Das Eigelb in eine flache Schale geben. In eine weitere Schale die Semmelbrösel mit etwas Salz und Pfeffer füllen.
In einer Pfanne das Sonnenblumenöl geben und auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Weißwurstscheiben zunächst im Eigelb und anschließend in den Semmelbröseln wenden. Anschließend in das heiße Öl geben und von beiden Seiten ausbacken, bis die Panade eine goldene Farbe bekommt. Die frittierten Wurstscheiben auf ein Küchentuch kurz abtropfen lassen.
Den garen Wirsing mit Salz und Pfeffer würzen.
Die panierten Weißwürstscheiben zusammen mit dem Wirsing auf Teller geben und mit der Sherry-Senfsauce garnieren, anschließend servieren.
 
Taste it !


Montag, 21. Oktober 2013

KÜHENSCHLACHT, MONTAGS-MENÜ ein Leibgericht

Nein, ich habe nicht geschlafen in der Nacht vor der Aufzeichnung. Ich lag im Bett und hab gekocht - gedanklich. Am Herd hab ich dann um 6 Uhr Morgens gestanden. "Ich muß das Kartoffel-Tian wenigstens EINMAL noch ausprobieren".
Mr. Taste zeigte mir nen Vogel und drehte sich nochmal im Bett herum. Der Flieger nach Hamburg ging schließlich erst um 12:00....
 

In Hamburg angekommen wurden wir auch schon von einem Redaktions-Mitglied abgeholt und ins Hotel gebracht. (Müssen die beim Fernsehen immer alle wie Models aussehen ?) Der Flieger hatte ne Stunde verspätung. So blieben nur 15 Minuten zum umziehen, frisieren und schminken. (Dass das nicht notwendig gewesen wäre wurde mir später in der Maske auch klar. Dort wurden wir traumhaft verwöhnt, gestylt, beruhigt und gekämmt)
Vor dem Hotel am Shuttlebus ins Studio trafen wir Kandidaten dann alle das erste mal aufeinander. Einer aufgeregter als der andere....


Im Studio selbst wurden wir übrigens hervorragend betreut. Und nicht nur wir. Auch unsere Begleiter durften in der VIP-Longe warten, wurden lecker becatert, mit Prossecco versorgt und mit Tipps aufgemuntert. Gleich am Anfang kam Johann Lafer zu uns, stellte sich vor und setzte sich mit uns zusammen. Er war total locker und sehr bemüht, unsere Aufregung abzufangen. Er ging sehr persönlich auf jeden von uns ein, erzählte ein paar nette Anekdoten, bot uns das "Du" an und dann schickte er uns zum First View ins Kochstudio.


Der erste Blick in "meine" Küche. Wir hatten 5 Minuten Zeit, zu kontrollieren, ob alle bestellten Zutaten auch vorhanden sind, zu kosten was davon Salz und was Zucker ist, zu gucken wo Töpfe, Schüsseln und Messer stehen und - wer vorrausschauend war - zu prüfen ob der Herd funktioniert. (Hat er nicht.... Nach einem gefühlten Herzinfarkt und einem prüfenden Blick vom Studio-Elektriker kam 5 Minuten später die Nachricht "Stecker ist wieder drinnen"). Dann durften wir uns mit Johann hinter der Schwingtür verstecken, denn das Publikum wurde hereingelassen.


Tja, und nun gings los. Der Jingle ertönte und wir mussten ins Studio marschieren, uns an unsere Plätze stellen und loskochen. Falls sich jemand fragt, warum die Dame in gestreift, ganz links, immer die Augen so zusammenkneift, bekommt hier die Antwort: Es lag nicht am Zwiebelnschneiden. Die Uhr, die die 35 Minuten rückwärts zählte, war ungefähr 2 cm groß und ungefähr in Sichtweite von 20 Metern am anderen Ende des Studios angebracht. Ich sah sie nicht....
Ich war nervös, nervös, nervös.... Die eigentliche Herrausvorderung bei dem heutigen Gericht war, das Glas mit den Süßkartoffeln rechtzeitig in den Ofen zu schieben. Die brauchen nämlich fast 30 Minuten, bis sie weich sind.


Wie angekündigt durfte ich als erstes ins Interview gehen. Na toll - so versuchte ich Kartoffeln zu schälen, Fond zu kochen, Ingwer zu hacken, Haltung zu bewahren und gleichzeitig kluge Antworten zu geben. Die verflixte Süßkartoffel war so krumm, dass ich die Scheiben mit der Schere nachschneiden musste, damit sie ins Glas passten.... Danach lief es wohl ganz gut, aber seht es Euch selbst an. *KLICK*

 
"Vier, drei, zwei, eins -und AUUUUUS !" Erst fand ich kein scharfes Messer, um das Fleisch richtig schön zu schneiden und zu drapieren und dann hab ich mein Gericht einfach an den falschen Platz gestellt (sorry, Bruno...) - es sei der Aufregung und Hektig geschuldet.
Die Jurorin des heutigen Tages war eine uns allen unbekannte Köchin: Su *habichvergessen*. Sie mußte sehr husten bei meinem Gericht. Es sei ihr verziehen, denn ich bin wohl gerade so noch durchgerutscht.
 
Die Erleichterung war riesig. Das Gefühl da vorne zu stehen und von der Jurorin *wieheißtsienochmal* scharf kritisiert zu werden ist nicht schön. Aber es bereitet einen durchaus auf die Stimmung der restlichen Woche vor. Danach kann einen nicht mehr viel umwerfen. "Am ersten Tag rauszufliegen ist richtig Scheiße, danach ists egal" war ein Ausspruch von Patrick. Und er hatte recht.

Die größte Hürde war geschafft, man hat alles kennengelernt, wußte nun was auf einen zu kommt und so konnte es dann entspannt in den wohl verdienten Feierabend gehen. Hamburg wartete schon auf uns..... Natürlich nicht ohne einen Abschieds-Drücker vom lieben Johann.

 
 
Hier nun das Rezept zum Montagsmenü:


Leibgericht: „Lammfilet mit Süßkartoffel-Tian und lauwarmem Sesam-Bohnen-Salat “ von Andrea Burkhardt

Zutaten für zwei Personen

 
2                             schmale, große Kartoffeln

1                             schmale Süßkartoffel

300 ml                   Gemüsefond

1 cm                       Ingwer und etwas Rosmarin

1 EL                       Olivenöl
 
 2 Ofenfeste Weckgläser mit Deckel (290ml)
 
                            
4                             Lammfilets à 150 g
 
1,5                          Knoblauchzehen

4                             Zweige Rosmarin

4                             Zweige Thymian

4                             Zweige Oregano

2 EL                       Butter

Planzenöl, zum Anbraten

 

250 g                     grüne Bohnen

2                             getrocknete Tomaten, in Öl

1                             Zitrone

1 kleines Stück     Ingwer

½                            Bund Koriander

1 EL                       Tahin-Paste

1 TL                       Honig

1 EL                       Sojasauce

1 EL                       Apfelsaft

1 EL                       Rapsöl

1 EL                       geröstete Sesamkörner

                              

                               Chiliflocken, zum Abschmecken

                               Kreuzkümmel, zum Abschmecken

                               Kurkuma, zum Abschmecken

                               Salz aus der Mühle

         schwarzer Pfeffer aus der Mühle

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.

Die Lammfilets waschen und trocken tupfen. In einer Pfanne etwas Planzenöl erhitzen und die Filets darin drei Minuten lang anbraten. Währenddessen vier Stücke Alufolie mit der Butter bestreichen. Den Knoblauch abziehen und durch die Knoblauchpresse geben. Anschließend zusammen mit den Kräutern auf der Alufolie verteilen. Die Filets aus der Pfanne nehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Je ein Filet in ein Stück Alufolie wickeln und bis zum servieren warm halten.

Die Kartoffeln und die Süßkartoffel schälen und in dünne Scheiben hobeln. Die Gläser mit dem Olivenöl einstreichen. Den Ingwer und Rosmarin fein hacken. Die Kartoffeln, Ingwer und Rosmarin abwechselnd im Glas schichten. Anschließend den Gemüsefond darüber gießen und die Gläser mit den Deckeln verschließen. Im Backofen für 20 Minuten backen.

Die Bohnen säubern und in ca. zwei Zentimeter große Stücke schneiden. In einem Topf mit siedendem Salzwasser acht Minuten kochen lassen, so dass sie noch bissfest sind.

Die Zitrone auspressen und den Saft auffangen.

Für das Dressing die Tahin-Paste, das Rapsöl, den Honig, die Sojasauce, den Apfelsaft und den Zitronensaft vermengen. Anschließend mit Salz, Pfeffer, geriebenen Ingwer, Chiliflocken, Kreuzkümmel, Kurkuma und Koriander das Dressing abschmecken.

Die Bohnen aus dem Wasser nehmen, mit dem Dressing übergießen und kurz ziehen lassen. Den Sesam kurz in einer Pfanne ohne Fett anschwitzen. Die getrockneten Tomaten abtropfen lassen, in Streifen schneiden und unter den Salat mengen. Die Lammfilets mit dem Süßkartoffel-Tian und dem Salat auf einem Teller anrichten und mit dem Sesam garnieren.


Taste it !

Samstag, 19. Oktober 2013

"DIE KÜCHENSCHLACHT" und ich war dabei.....


 
 
Liebste Freunde, Daumendrücker und Mitfieberer, liebe Blogleser und Follower,
habt tausend dank für Eure Anteilnahme und Eure Unterstützung. Erinnert Ihr Euch noch an diesen Post? Da hab ich Euch um Inspiration und Unterstützung gebeten. Was soll ich sagen? Es hat geklappt… Ich bekam die Zusage in „Die Küchenschlacht“ im ZDF zu kochen und hatte das riesen Glück, dass der Koch an meiner Seite Johann Lafer persönlich sein sollte.

 
Als sich die Aufregung darüber etwas gelegt hat, wurde erst mal ein Plan gemacht. 6 Wochen Zeit, dann muss alles sitzen....
Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass es in Tastes Küche nun etwas hektisch zu ging. Nicht etwa, dass nix gebloggt auch nix gekocht bedeutet – nee, im Gegenteil. Es wurde geübt. Wie im Konzept der KÜCHENSCHLACHT passierte nun alles unter Zeitdruck.
 
 
 
Die Stoppuhr lief und alles musste nach 35 Minuten, hübsch angerichtet, serviert sein. Juror Mr. Taste sollte herhalten, musste essen und (konstruktiv !) kommentieren. Täglich.
 
Am Anfang fand er es noch lustig. Als er dann aber kapierte, dass eigentlich in Dauerschleife nur 4 Essen zur Wahl standen und er ja eigentlich gar keine hatte, begann er schon ein klein wenig zu mosern…
Es wurden Vorräte angeschleppt....
 
......Zutaten geschnippelt, gebraten, geschmorrt, gekocht und dekoriert. Rezepte wurden umgeschmissen, neu abgeschmeckt, verfeinert und immer gab es eine „Standleitung“ zur Redaktion nach Hamburg. „Könnt Ihr bitte da noch Sahne dazu notieren, hier etwas Honig dazuschreiben und kriegt Ihr da oben eigentlich Weißwürste her ? Und das wichtigste. WAS ZIEH ICH AN ?“ Es durfte nix Gemustertes sein, nix Schwarzes, nix Hochgeschlossenes (wegen dem Mikro), es sollte farbenfroh sein und keinesfalls dick machen, wenn man so im öffentlich-rechtlichen Nachmittagsprogramm kommt. Und das ganze 5x, denn auch wenn ich ausscheide, sollte ich im Publikum sitzen. Also war zu allem Kochspaß auch noch shoppen angesagt.

 
 
Dies alles sind – der aufmerksame Leser merkt es schon – alles faule Ausreden auf die Frage, warum es hier seit Monaten im Blog so müde geworden ist. Nun ist aber Schluss mit der Flaute, ich verspreche es. Ab Montag gehts weiter hier. Es gibt für jeden Tag, den ich in der "Küchenschlacht" mitkochen darf auch das Rezept mitgeliefert.
Hier nun ein „Handout“ (hab ich beim Fernsehen gelernt), für alle Interessierten, zur Sendung:
 Ausstrahlung der Sendung "Die Küchenschlacht" mit Johann Lafer:
  • Ab Montag, den 21.10. täglich um 14:15 im ZDF.
  • Zusätzlich am Samstag, den 26.10. eine Zusammenfassung der Woche um 11:00 im ZDF, mit Outtakes und Interviews.
  • Sendung verpasst ? Macht nix…. Täglich ab 15:00 in der ZDF-Mediathek nachzugucken. Entweder über den oben genannten Link oder
  • "www.zdf.de/ZDFmediathek, in der Suchmaske den Titel „die Küchenschlacht“ eingeben, dann das jeweilige Datum anklicken. Die Sendungen sind einige Wochen lang zu sehen.
  • Täglicher Blick hinter die Kulissen, ab ca. 18:00 hier auf meinem Blog.

Was ich mir dieses Jahr zu Weihnachten wünsche ? Das Barbie Kochstudio. (Gibt’s das noch ?) Und am aller liebsten hätte ich dazu einen Lafer-Ken……
 


Taste it !

Donnerstag, 17. Oktober 2013

ITALIENISCHER NUDELSALAT

 
 
Tja, eigentlich ist er vorbei, der Sommer. Mit ihm die Grillsaison und die Zeit der Nudelsalate ….. Ich weiß, ich bin schrecklich im saisionalen Verzug und sollte – wie all die anderen Bloggerfreunde – Kürbissuppe kochen. Mach ich auch. Bald.
Ich hab aber noch ein Versprechen einzulösen. Der eine oder andere freundliche Leser mag sich vielleicht erinnern, an die aufregende Zeit, als unser Häuschen Filmkulisse war. Während einer dieser Tage diente ein mediterraner, bunter Nudelsalat als Requisite und wurde danach gerne von Cast and Crew verspeist. Hier das Rezept dazu, dass ich mengenmäßig jetzt einfach mal schätze. Es diente für mindestens 8 Personen als Sattmacher:
ZUTATEN:
 
 
  • 500 g Penne
  • 1 Glas Pesto Verde (oder selbstgemacht…)
  • 150 marinierte getrocknete Tomaten
  • 1 Glas schwarze Oliven ohne Stein
  • 50 g geraspelter Parmesan
  • 250 g Mozzarella-Kügelchen
  • 250 g Datteltomaten
  • ½ Bund Lauchzwiebeln
  • 1 Töpfchen Basilikum
  • 100 g Parmaschinken
  • Balsamico
  • Olivenöl
  • Pinienkerne
  • Salz, Pfeffer
 
Penne in gut gesalzenem Wasser al dente garen. Kurz vor Garzeitende etwas Nudelwasser bei Seite nehmen. Nudeln abgießen und sofort Pesto darunter mischen. Mit 1 EL Nudelwasser etwas geschmeidiger machen. Abkühlen lassen.
Oliven hacken....
 
....getrocknete Tomaten in Streifen schneiden, Datteltomaten halbieren, Lauchzwiebeln in kleine Ringe schneiden, Basilikum zupfen, mit Essig/Öl im Verhältnis 40/60 ml mischen.
 
 
Mozzarellakügelchen drunter heben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Pinienkerne fettfrei rösten, Parmesan hobeln.
 
Abgekühlte Pasta mit den restlich angemischten Zutaten vorsichtig mischen, Parmaschinken in Streifen schneiden und ganz zum Schluss dazu geben.
 
Nun mit Pinienkernen und Parmesan bestreuen, anrichten.
Immer  wieder lecker, auch gut geeignet eine hungrige Meute Umzugshelfer oder gestresste Kollegen zu beglücken.
Taste it !

Sonntag, 25. August 2013

SCHWARZWÄLDER KIRSCHTORTE



Nach unserem kleinen Urlaub im Schwarzwald hatte ich riesen Lust, auch einmal eine Schwarzwälder Kirschtorte zu backen. So ein Glück - es bot sich der Geburtstag der Schwiegereltern an. Monstersahnetorten ißt man ja nicht jedes Wochenende.....

Es ist garnicht so schwer, allerdings etwas zeitaufwändig. Richtig gut gelungen ist mir der Biskuit. Ich habe eine eigene Kreation ausprobiert - eine Mischung aus deutschem Biskuit und einem Sponge. Hier das Rezept.

Für die Böden:
 
  • 300 g Butter
  • 300 g Zucker
  • 6 Eier, getrennt
  • 250 g Mehl
  • 50 g Kakao
  • 1 TL Backpulver
  • 3 EL warmes Wasser

-
  • 100 ml Kirschwasser
Eiweiß in einer Schüssel sehr steif schlagen und bei Seite stellen. In einer seperaten Schüssel  (Gott sei  Dank kam die gute Kitchenaid mit zweien an…) Butter mit Zucker schaumig schlagen, Eigelbe einzeln darunter rühren. Mehl (Wiener Griessler) mit Backpulver und Kakao einrühren. Wasser langsam dazu geben. Am Schluß das Eiweiß darunter heben. In eine gefettete  Springform füllen.
Ich habe dazu ein 26‘ger Form verwendet, weil ich eine richtig hohe Torte haben wollte.

Im Backofen bei Umluft / 180° ca. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen: Wenn kein Teig mehr dran klebt, ist sie fertig.

Der Biskuit sollte nun ca. 24 h auskühlen, bevor man ihn quer aufschneidet und in Böden teilt. Falls - wie bei mir - die Decke etwas aufgegangen ist und spitz, dann einfach den Kuchen stürzen und auf dem Kopf lagern, bis man ihn aufschneidet. Das flacht ab....
Bei mir wurden es 3 relativ dicke Böden. 4 wären wohl besser gewesen….. Nun mit nicht zu wenig Kirschwasser tränken und durchziehen kann.

Als unterster Boden gibt ein flacher Mürbeteigboden ein wenig mehr Stabilität

Mürbeteigboden
  • 100 g Mehl
  • 50 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei
  • 25 g Zartbitterschokolade ( etwas von der Schokolade, die man später für die Deko raspelt), geschmolzen

Alle Zutaten zu einem Teig kneten und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank härter werden lassen.
Dünn ausrollen und mit Hilfe des  Springformbodens einen Kreis mit 26 cm Durchmesser ausschneiden. Mit Backpapier bei 180° ca 10 Minuten backen. Auskühlen lassen.
Aufstrich
  • 3 EL Amarena-Flüssigkeit
  • 1 EL Stärke

Zusammen unter rühren kurz aufkochen, erkalten lassen und auf dem Mürbeteigboden verstreichen.

 

Kirschfüllung
  • 1 Glas Schattenmorellen
  • 1 Glas Amarena-Kirschen
  • 1 Päckchen Puddingpulver (Sahne-Geschmack)
  • 3-4 El Amarena (die Flüssigkeit aus dem Kirschenglas)
  • 1 Prise Zimt
  • 2 EL Zucker
  • 100 ml Kirschwasser


Kirschen abgießen. 300 ml Flüssigkeit auffangen. Puddingpulver mit Zucker und etwas Saft anrühren. Flüssigkeit mit Zimt aufkochen lassen und das angerührte Puddingpulver unterrühren. Vom Herd nehmen, Amarenaflüssigkeit und Schnaps dazugeben. Zum Schluß die Kirschen wieder dazugeben. Im Kühlschrank erkalten lassen (und nicht wie ich Depp noch heiß auf die Böden geben. Sonst fließt alles runter…)

 

Sahnefüllung
  • 1 l Sahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 EL SahnApart
  • 2 EL Sofortgelantine
  • 2 EL Kirschwasser
Sahne 30 Sek. Schlagen, dann SahnApart, Zucker und Gelantine einrieseln lassen. Erst wenn es sehr steif geschlagen ist, das Kirschwasser tröpfchenweise dazurühren.
Außerdem braucht man noch
  • 2 Tafeln Milka "Zartbitter"
 
Nun hat man einen Bausatz geschaffen, den es zu stapeln gilt. Ich habe es auf diesem Wege gemacht:
1. Boden (Schoko-Mürbeteig) mit Amarena-Gelee bestrichen, Tortenring drumherum gelegt.
2. Boden (gut getränkter Biskuitt) darauf legen.
Hälfte der Kirschfüllung auf diesen Boden geben, ca. 2 cm Rand freilassen
Mit Sahnefüllung bestreichen (ca 1/4 der Menge)
3. Boden darauf legen
Kirsch/Sahnefüllung wiederholen
4. Boden darauf legen.
Etwas fest drücken und im Kühlschrank ordentlich (ein paar Stunden) durchkühlen lassen.
 
Restliche Sahnefüllung kalt stellen.
Ich habe die finale Sahneverkleidung erst kurz vor dem Servieren aufgestrichen, weil die Füllung noch nicht fest genug war.
 
Erst am nächsten Tag konnte ich gefahrlos den Ring entfernen und die restliche Sahne darauf verteilen.
 
 
Jetzt die Schokostreußel mit den Händen rund um (oder nach Belieben) die Torte verteilen. Aus der restlichen Sahne ein paar Tuffs auf die Torte spritzen und mit abgetropften Amarenakirschen verzieren.

 
Anschneiden, verteilen, aufessen......

 
Beim nächsten mal würde ich die Böden dünner schneiden und die untere Schicht ohne Sahne belegen. Man hätte ein bisschen mehr von den Kirschen schmecken können. Sonst kam er gut an. Jeder aß 2 Stücke und nahm sich noch was davon für den nächsten Tag.
 
Taste it...
 
Und Dir, liebe KARIN, nochmal vielen dank für Deine telefonische Unterstützung beim Kuchenzaubern :-)